Tapezieren Schritt für Schritt


Die Vorarbeiten können gerade in Altbauwohnungen aufwändig sein. Spachteln und Schleifen lohnt sich aber. Alte Tapeten muss man vollständig entfernen, abblätternde Dispersionsfarb-Anstriche sollten Sie abschleifen. Lackanstriche werden angelaugt und mit einem Haftvermittler gestrichen.

Untertapeten sollten Sie kleben, wenn die neue Tapete hell, glatt bzw. glänzend ist. Sonst sieht man jede Unebenheit im Seitenlicht. Streichmakulatur kann kleine Raustellen und Risse ausgleichen.

Zuschneiden der Tapetenbahnen: Die Höhe des Raumes plus 10-15 cm ergibt die richtige Bahnlänge. Rapport beachten!

Der Kleister wird nach der Regel "je schwerer die Tapete, desto wasserärmer der Kleister" angesetzt. Lieber dick angerührten Kleister dünn auftragen als umgekehrt. Den Kleister sollten Sie gründlich einrühren und ihn solange quellen lassen, bis er fast transparent aussieht.

Die Tapezierrichtung "vom Licht weg" ist nicht mehr aktuell, weil wir nicht überlappt, sondern auf Stoss kleben. Trotzdem sollte man am Fenster beginnend nach beiden Seiten fortfahren, damit hier das Muster stimmt. Wer zuletzt am Fenster landet, hat echte Probleme.

Ausloten: Jede erste Bahn einer neu tapezierten Wand wird ausgelotet, damit alle folgenden Bahnen senkrecht verlaufen.

Kleben: Die Bahn mit Überstand oben ansetzen. Wenn sie haftet, die untere Bahnhälfte auslassen. Die Bahn mit der Bürste zu den Seiten andrücken. Empfindliche Tapeten mit der Gummirolle behandeln. Kleisterflecke gleich entfernen.

Das Trocknen der Tapete sollte nicht mit Durchzug oder voller Heizleistung beschleunigt werden. Wenn Sie diesen Hinweis beachten, können Sie sich auf ein sauberes, neues Zimmer freuen. Alle Falten sind über Nacht "weggetrocknet".

Tapezieren Schritt für Schritt

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