Die Gründung erfolgte 1879 durch Ernst Pickhardt, Rudolf Siebert und Adolf Siebert. Zunächst produzierte man Öldrucktapeten und Linkrusta-Imitationen. Bis zur Jahrhundertwende wurde die Produktion durch den Bau einiger mehrstöckiger Fabrikbauten ausgeweitet. Bereits damals wurden Tapeten in alle Länder der Welt verkauft.
Kurz vor dem Beginn des ersten Weltkrieges wurde die Leimdruckproduktion aufgenommen. Nach dem Ende des Krieges wurde das Gebäude, in dem heute die Verwaltungs- und Vertriebsbereiche untergebracht sind, gebaut. Im ersten Schritt wurden die alten Vertriebskanäle wieder beliefert und der Markt dann kontinuierlich ausgebaut. Diese erfolgreiche Zeit wurde durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges unterbrochen. Aber das Unternehmen erholte sich auch von diesem Rückschlag. Seine Stärke zeigte sich nicht zuletzt 1963, als die ersten Tiefdrucktapeten vorgestellt wurden. |
Dieses Druckverfahren erlaubte erstmals fotorealistische Qualität. Daher wurden zunächst Dekotapeten in Form von Holzimitationen usw. hergestellt. Ebenfalls Vorreiter war Pickhardt + Siebert bei der Konfektionierung. Erstmals gab es Tapeten, deren Kanten bereits beschnitten waren und die in Klarsichtfolie verpackt wurden. |
1979/80 wurde die Tiefdruckerei in ein neues Gebäude verlegt und in diesem Zusammenhang eine Pilotanlage zur Luftreinhaltung installiert. 1983 kaufte Pickhardt + Siebert die Tapetenfabrik Hildesia in Emmerke bei Hildesheim und richtete vor Ort eine moderne Siebdrucktapetenproduktion ein. |
Die Weiterverarbeitung wurde 1989 ebenfalls in neuen Räumen untergebracht, so dass die Tapetenherstellung nicht mehr auf mehreren Etagen erfolgen musste. Das langfristige Ziel einer modernen, rationellen Fertigung war damit erstmals erreicht. |
Alle Unternehmensbereiche und Produktionsverfahren befinden sich in einem kontinuierlichen Prozess der Aktualisierung und Optimierung. |
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